Urlaub in Helsinki (Teil 1 von 2)

Vorwort: Da dieser Beitrag, trotz der Aufteilung in 2 Teilen, sehr lang geworden ist, habe ich mich bei den Beschreibungen der jeweiligen Sehenswürdigkeiten arg beschränkt und stattdessen jeweils Favicons eingefügt (z.B.: wikipedia). Darüber könnt ihr mit einem Klick auf diese, jeweils mehr Informationen zur entsprechenden Sehenswürdigkeit erhalten.

Am Freitag, dem 02.06.2017 konnte ich ausschlafen. Zumindest bis 6:30 Uhr.  Und das sind immerhin 30min länger als sonst. Dies war möglich da mein Au-Pair-Vater mir am Vorabend gesagte hatte, dass er die Kinder wecken und deren Frühstück zubereiten würde. Somit packte ich, nachdem ich aufgestanden war, meinen Rucksack, da ein Urlaub in Helsinki anstand. Da ich in Deutschland nie in der dortigen Hauptstadt Berlin Urlaub gemacht hatte, wollte ich sicherstellen, zumindest in Finnland, der Hauptstadt Helsinki einen Besuch abgestattet zu haben.

40min später saß ich samt Rucksack sowie den Kids im Auto. Nachdem der Vater die Jungs an der Bushaltestelle, dem Schulbus übergeben hatte, fuhren wir weiter nach Saukkola. Dort kam mein Bus, ungewöhnlicherweise mit Verspätung … von einer Minute.

Eine Stunde später kam ich am Kammpi-Busbahnhof wikipedia von Helsinki an und steuerte erstmal ein „R-kioski“ an. Dort kaufte ich mir eine Fahrkarte für den allgemeinen Nahverkehr mit einer Gültigkeitsdauer von 5 Tagen. Dann stapfe ich in Richtung Hotel. Dort angekommen stellte ich fest, dass die Tür mit einem Zahlenschloss versehen war. Da keine Klingel vorhanden war, öffnete ich mit dem Handy die Reservierungsbestätigung, um mir diese mal durchzulesen. Wer jetzt fragt, warum ich so etwas nicht vorher gemacht habe? Naja… irgendwie sah ich keinerlei Bedarf dies im Vorraus zu tun.
Nachdem ich mir das Dokument am Handy schließlich durchgelesen hatte, wusste ich Bescheid. Ich hätte am Vortag das Hotel anrufen sollen um den entsprechenden Zugangscode zu erhalten, da diese Hotelfiliale keine Rezeption besitzt. Blöd gelaufen. „Egal, wird schon irgendwie klappen.“ dachte ich mir und rief die in der Buchungsbestätigung angegebenen Telefonnummer an. Kurz darauf hatte ich einen Mitarbeiter von der Hotelkette am Telefon, der mir auch trotz meines verspäteten Anrufs direkt einen Code für das Türschloss gab. Leider sollte dieser aber erst ab 16:00 Uhr aktiv sein, wodurch ich weiter mit meinem Rucksack durch die Gegend marschieren durfte, anstatt wie von mir erhofft den Rucksack dort deponieren zu können.

Da es erst 12:00 Uhr war, lief ich ein wenig durch das Forum Forum-Favi von Helsinki. Dies ist Zusammenschluss von mehreren Gebäuden, welche  teilweise durch unterirdische Tunnel miteinander verbunden sind, so dass man plötzlich ganz woanders in Helsinki ist, als am Anfang. Man findet dort die verschiedensten Geschäfte und kann sich prima verlaufen. Nach einiger Zeit des Herumirrens, in der ich erfolglos versuchte mich zurecht zu finden, verließ ich das Forum wieder, da ich langsam Hunger bekam. Ich ging zum Hauptbahnhof, und entschied mich für ein Sandwich bei „Asema Wursti“, weil ich den Namen einfach super fand. Nachdem der Magen zumindest nicht mehr allzu schlimm knurrte, beschloss ich mit dem nächsten Zug zum Flughafen wikipedia zu fahren. Dort sollte um 14:25 Uhr eine Freundin aus Deutschland landen, mit der ich gemeinsam meinen Urlaub verbringen wollte. Da ich viel zu früh ankam, kundschaftete ich das Flughafengebäude  aus, damit wir nicht nachher sinnfrei durch falsche Gänge laufen würden. Mit einer Verspätung von ca. 40 Minuten spazierte dann Ramona in den Empfangsbereich. Nach der Begrüßung ging es dann zum Bahnhof mit einem kleinen Zwischenstopp bei einem R-kioski, damit auch Ramona sich eine Fahrkarte kaufen konnte.

Wir hatten Glück, denn keine 2 Minuten nach unserer Ankunft am Gleis kam ein Zug, welcher Richtung Helsinki Innenstadt fuhr. Da wir noch eine halbe Stunde zu überbrücken hatten, bevor der Code für das Türschloss unseres Hotels aktiviert wurde, aßen wir erstmal zu Mittag im Kitch TripAdvisor-Favi , welches sich direkt nebenan befand. Als wir fertig gegessen und bezahlt hatten gingen wir zur Hoteltür und gaben den PIN ein. Es klickte und wir konnten die Tür öffnen und standen in einem leeren Vorraum. Vor uns war eine weitere Tür mit einem weiteren Zahlenschloss. Wir gaben erneut den PIN ein und standen nun im Treppenhaus, wo auch ein Aufzug war. Obwohl ich ein leidenschaftlicher Treppenläufer bin, wurde ich überredet den Aufzug mitzubenutzen. Wir drückten auf den Knopf um diesen zu öffnen und traten in die Kabine. Als die Tür sich schloss und wir unsere gewünschte Etage ausgewählt hatte passiert nichts. Schnell entdecken wir das Zahlenfeld neben der Etagenauswahl und nach einer erneuten Codeeingabe setze sich der Aufzug auch in Bewegung. In unserer Etage angekommen durften wir den Zahlencode erneut eingeben um das Treppenhaus zu verlassen. Schließlich wurde der PIN ein letztes Mal von uns an unserer Zimmertür verlangt. Ein Vorteil hatte das Ganze: Wir konnten den Code nach einmaligen Betreten unseres Zimmers schon blind eingeben.

Wir entluden uns unseres Gepäcks und beschlossen erstmal zum Hauptbahnhof wikipedia zu gehen und dann den restlichen Tag spontan zu planen. Auf dem Weg zum „Päärautatieasema“ (das finnische Wort für „Kopfbahnhof“) besuchten wir noch mehrere Geschäfte, da Ramona auf Grund des windigen Wetters sich noch eine Jacke kaufen wollte. Im Forum wurden wir dann fündig und hatten ein lustiges Gespräch mit der Verkäuferin, welche sehr bemüht war und unzählige Jacken in diversen Größen, Farben und Formen zu uns schleppte.

Mit neuer Jacke ausgestattet am Bahnhof angekommen beschlossen wir erstmal mit der Stadtbahn in Richtung Marktplatz TripAdvisor-Favi zu fahren. Als wir dort ankamen liefen wir ein wenig an der Küste entlang und machten viele Fotos. Es folgt eine kleine Auswahl.

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Weil es sich bei unserem ungeplanten Herumlaufen gut anbot, besuchten wir noch die Uspenski-Kathedrale wikipedia , an der man deutlich die frühere russische Herrschaft erkennen kann. Jedoch war sie schon geschlossen wodurch wir sie nur von außen betrachten konnten.  Während wir über den Vorplatz schlenderten, nahm ich Musik wahr. Gute Musik! Irgendwo in der Nähe wurde Rockmusik gespielt und den Geräuschen zufolge handelte es sich um eine Liveaufführung. Wir folgen den Tönen und wurden schließlich beim „Allas Sea Pool“ TripAdvisor-Favi fündig. Im Gartenbereich des Wellnesscenters war eine Bühne aufgebaut. Das Dach des Gebäudes war jedoch eine kostenfrei nutztbare Sonnenterrasse. Und so konnten wir gemeinsam mit den vielen anderen Menschen um uns herum die Musik genießen. Mit der Musik im Hintergrund verschwand die Sonne langam am Horizont, während wir in Sitzkissen das Meerpanorama genossen.

Da es inzwischen doch schon recht spät geworden war, beschlossen wir die Rückreise zum Hotel anzutreten. Im Zimmer angekommen, suchten wir uns eine TripAdvisor-Empfehlung für das Abendessen aus. Als wir jedoch bei dem entsprechenden Geschäft ankamen, entschieden wir uns nach einem Blick auf die Preise doch lieber woanders zu essen. Da die meisten Geschäfte schon geschlossen hatten (es war kurz nach Mitternacht) gingen wir ins Steakhouse, was zwar nicht sonderlich finnisch aber trotzdem sehr lecker war.

Am Samstag standen wir gegen 9:00 Uhr auf und eine halbe Stunde später fuhren wir mit dem Bus in nördlicher Richtung. Ziel war das Café „Regatta“ TripAdvisor-Favi , welches in verschiedensten Rezensionen über alle Maße gelobt wurde. Knapp eine Stunde sowie einem Fußmarsch von knapp 2km später, kamen wir schließlich am Ziel an. Und es hatte sich gelohnt. Wir genossen ein köstliches Frühstück, hatten eine tolle Sicht aufs Meer und konnten Nahaufnahme einiger Vögel machen, welche sich auf unter einem Meter an uns herantrauten.

Nach dem Frühstück steuerten wir den Freizeitpark „Linnanmäki“ wikipedia an. Dieser liegt etwas weiter im Norden Helsinkis und ist gut mit der Straßenbahn zu erreichen. Vor dem Freizeitpark waren hunderte festlich gekleidete Jugendliche, teilweise mit Ihrer Familie, welche alle Matrosenmützen trugen. Später erfuhr ich, dass dies eine Tradition der Abiturienten ist, welche Ihren Abschluss feierten. Wir mussten noch 5 Minuten bis zur Öffnung des Parks warten und stürmte dann zu den Fahrgeschäften. Bei sonnigen 15°C und einem frischen Wind genossen wir die kurzen Wartezeiten und konnten im Laufe des Tages jedes Fahrgeschäft mindestens einmal besuchen.

Manche Leute sammeln „Hard Rock Cafe“ – T-Shirts von verschiedenen Städten. Da ich jedoch nicht soviel von Anhäufung materieller Güter halte, sammle ich lieber Besuche bei Vapiano-Filialen, in den verschiedensten Städten. Da auch in Helsinki eine Filiale existiert, gingen wir zum Abendessen ins Vapiano TripAdvisor-Favi von Helsinki. Anschließend gingen wir zum Abschluss des Tages noch in eine Karaokebar. Da Ramona hobbymäßig singt und auch regelmäßig Gesangsstunden nimmt, stand fest, dass auch sie ein Lied performen musste. Nachdem sie sich für „One Moment In Time“ von „Whitney Houston“ eingetragen hatte, sprachen wir noch mit einigen Finnen mit asiatischen Migrationshintergrund. Als dann Ramona an der Reihe war, hörte man den Gesangsunterricht direkt. Die anderen Gäste klatschen begeistert und zum Ende hin folgte ein tosender Applaus. Als ich die Bücher mit den verfügbaren Liedern durchblätterte entdecke ich plötzlich „Falco – Der Kommissar“. „Perfekt!“ dachte ich mir „Ein deutsches Lied! Da merkt niemand (außer Ramona) wenn ich etwas falsch singe“. Also trug ich mich beim Barkeeper mit dem Lied ein und wurde dann wenige Minuten später aufgerufen. Ich nahm das Mikrofon vom vorherigen Darsteller entgegen und blickte auf den Fernseher, wo der Text erscheinen sollte. Als dann „Check it out Joe, ha!“ erschien war auch noch alles gut und ich bekam einen halbwegs vernünftigen Start hin. Als dann aber „Yeah, if I tell you the story.“ erschien musste ich stocken. Moment! – Das war nicht der Text den ich kannte. und während ich den Text eher ablas anstatt sang, merkte ich, dass es sich um eine ins englische übersetzte Version des Liedes handelte, welche mir komplett unbekannt war. Nachdem ich den Refrain aber einmal gesungen hatte, wurde ich langsam sicherer und konnte das Lied halbwegs anständig zu Ende bringen. Eingie Zeit sowie 2 Gläsern stilles Wasser (welche in fast allen finnischen Gastronomiebetrieben kostenfrei ist) später, beschlossen wir zurück ins Hotel zu gehen um den nächsten Tag nicht komplett zu verschlafen.

Teil 2 findet ihr hier!

 

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