nach Hause telefonieren

Während E.T. 1982 große Probleme damit hatte ’nach Hause (zu) telefonieren’ ist es heute deutlich einfacher. Egal ob der Freund von nebenan, der Kollege aus der Nachbarstadt oder die Internetbekanntschaft im Nachbarland. In den Zeiten des Internets kann man auch ins oder vom Ausland kostenfrei anrufen oder Anrufe empfangen. Nutze man jedoch das Mobilfunknetz im Ausland, konnte es schnell teuer werden. Den hier zahlte man nun für die Nutzung eines Fremdproviders hohe Gebühren. Die sogenannten Roaminggebühren.

Dem aufmerksamen Leser wird aufgefallen sein, dass ich die letzten beiden Sätze im Präteritum geschrieben habe. Warum? Seit heute, dem 15. Juni 2017 sind Roaminggebühren in den Mitgliedsstaaten des EWR (Europäischer Wirtschaftsraum) Vergangenheit. (Der EWR besteht aus den EU-Mitgliedsstaaten sowie Liechtenstein, Norwegen und Island.) Ab sofort kann man also im Urlaub (sofern man sich in einem EU-Staat oder in einem der drei zusätzlich genannten Länder befindet) zum Heimattarif telefonieren, simsen und surfen. Solche Kosten wie die aus dem Beitragsbild sind damit nicht mehr zu befürchten.

Wer sich nun denkt er könne vielleicht Geld sparen indem er einen ausländische SIM-Karte mit entsprechendem Tarif nutzt, den muss ich leider enttäuschen. Die Provider sind berechtigt bei überwiegender Roamingnutzung innerhalb der letzten 4 Monate, entsprechende Zuschläge zu berechnen. Dies ist damit zu begründen, dass sich die Anbieter untereinander weiterhin Roamingkosten berechnen dürfen. Heißt: Wenn ich nun mit meiner DNA-Karte in Deutschland am Flughafen meine Familie anrufen will (und frage warum sie sich dieses mal wieder verspäten) und sich mein Handy bei T-Mobile einwählt, zahlt DNA bei T-Mobile dafür, dass ich deren Netz nutze.

Ach ja: Die Zusatzkosten bei einem Anruf ins Ausland (egal ob vom Heimatland oder im Ausland) bleiben weiterhin bestehen.

Ein Kommentar zu „nach Hause telefonieren

Gib deinen ab

  1. Hi Mei,
    interessanter Beitrag. Ich war letzte Woche in Italien und konnte dort schon ausgiebigst die heimische Internetdatenflat nutzen. Dadurch konnte ich mich die ganze Zeit anhand von google maps fortbewegen. Das erhöht noch einmal die Wichtigkeit von Diensten wie eben angesprochenem Googlemaps und auch von deren Bewertungssystem für Restaurants, Bars und Sehenswürdigkeiten.
    So kann man schnell mal auf dem Handy schauen, welches Restaurant vermutlich ein gutes Erlebnis bieten wird. Alles natürlich mit Vorsicht zu genießen, weil die Bewertungen oft auch mainpuliert werden. Problematisch auch, dass sich damit noch mehr Macht auf wenige Konzerne wie Google bündeln wird.
    Naja, wünsche Dir weiterhin eine gute Zeit in Finnland. Würde mich freuen, wenn wir mal wieder zocken, wenn du wieder zurück in Deutschland bist.
    Viele Grüße
    Steffen

    Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Create a website or blog at WordPress.com

Nach oben ↑

%d Bloggern gefällt das: